Kommenden Sonntag findet in Ludwigsburg ein Black-Metal Konzert statt – darunter sind auch Bands mit rechtsradikalen Verbindungen.

Am 09. Dezember ist in der Rockfabrik ein Black-Metal Konzert mit den Bands „Marduk“, „Archgoat“ und „Valkyria“ angekündigt.

Screenshot: Konzertankündigung auf der Homepage der Rockfabrik Ludwigsburg – aufgenommen am 01.12.2018

Marduk

Hauptact wird die schwedische Band „Marduk“ sein. Eine Band, die sich selbst als „unpolitisch“ gibt und doch

Unter dem Motto „Angry, Live and Loud 2“ wollten am 14. Juli bis zu 200 Neonazis in der Nähe von Memmingen feiern. Jedoch wurde das Konzert seitens der Behörden verboten. Nach dem Vebot verlegten die Neonazis kurzfristig ihr Konzert nach Baden-Württemberg in die Gemeinde Aichstetten. Dort konnte das extrem rechte Event ohne größere Probleme stattfinden. Bei dem, von der Nazikameradschaft „Voice of Anger“ organisierten, Konzert traten die Bands „MISTREAT“, „Kommando Skin“, „Herzbuben“ und „Kotten“ auf.

Ankündigungsflyer
  mehr Informationen zu dem Konzert, finden sich auf den Blog Allgäu rechtsaußen

Bereits anfang Juli tauchten in Möglingen vereinzelt „Anti Antifa“ Sprühereien auf. Mitte des Monats kamen weitere rechte „Graffitis“ hinzu. Darunter Solgans wie „NS Jetzt!“ (NS wird in der rechten Szene als Abkürzung für Nationaler Sozialismus/National Socialist verwendet), „NS Area“ und Hakenkreuze Symbole

Einige der rechten Schmierereien in Möglingen Juli 2018

Am Wochenende fand in Bleiburg eine Gedenkfeier für die Soldaten der faschistischen Ustaša-Bewegung, sowie Angehörige der Waffen-SS statt. Rund 10.000 Teilnehmer*Innen hatte die Veranstaltung zu verzeichnen. Wie bereits im vergangenen Jahr gab es einen Reisebus aus Ludwigsburg.  

Reisebus aus Karlsruhe auf dem Weg nach Bleiburg mit Zwischenstopp in Ludwigsburg

Für den 24. Februar ist für den „Raum Süddeutschland“ ein Rechtsrockkonzert angekündigt. Neben der Ludwigsburger Band „Kommando Skin“ sollen die Bands „Kodex Frei“ und „White Resistance“ auftreten.

Mit diesem Jahresrückblick versuchen wir einen kleinen Überblick über die extrem rechte Szene im Raum Ludwigsburg zu geben. Im ersten Teil des Berichts gehen wir dabei auf die lokalen Gruppen und Strukturen ein. Der zweite Teil beinhaltet eine Chronik extrem rechter Aktivitäten im Kreis Ludwigsburg, sowie Aktivitäten an denen Akteure aus dem Raum Ludwigsburg beteiligt waren. Die Chronik zeigt keine vollständige Auflistung der rechten Aktivitäten. Ergänzungen und weitere Informationen zu einzelnen Vorgängen sind erwünscht – kontaktiert uns in diesem Fall unter: mutgegenrechts_ludwigsburg@riseup.net

Reichsbürger

In den vergangenen Jahren haben sich im Ludwigsburger Krauthof-Hotel immer wieder Reichsbürger um den Verein „Primus Inter

Die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ verteilte vergangene Woche Flugblätter und selbst gebackene Plätzchen auf dem Ludwigsburger Weihnachtsmarkt. Bereits in den vergangenen Jahren fanden ähnliche Aktionen auf dem Weihnachtsmarkt statt. Allerdings wurden die damaligen Aktionen von, der Jugendorganisation der NPD, den „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) ausgeführt.

Screenshot der Homepage des 3. Wegs

Am 29. Oktober fand in Ludwigsburg die Mitgliederversammlung der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“ (DLVH) statt. Anfang der 90er gründete sich die DLVH als eine Abspaltung der NPD. Heute existiert die einstige Kleinstpartei nur noch als Verein. Auf ihrer Mitgliederversammlung wurde erneut der NPD Aktivist Jürgen Schützinger in den Vorstand gewählt. Zudem wurde ein sogenannter“Ludwigsburger Aufruf“ verabschiedet. Demnach sieht sich die DLVH als eine überparteiliche Organisation, die „über sämtliche Partei- und Vereinsgrenzen hinweg, sachorientierte Lösungen“ entwickeln möchte um der „Überfremdungsgefahr“ Einhalt zu gebieten. Dazu will die DLVH, die“Alternative für Deutschland“ (AfD) sowie alle weiteren „politik-fähigen Patrioten an einen Tisch“

Unter dem Motto „Angry, live and loud“ trafen sich gestern, dem 07.10.2017, rund 250 Neonazis zum einem Rechtsrockkonzert mit den Bands „Kommando Skin“ (Ludwigsburg), „Faustrecht“ (Allgäu), „Kodex Frei“ (Allgäu) und „Stonehammer“ (Kanada). Das für Süddeutsdchland angekündigte Konzert fand in der Nähe von Bad Wurzach (Allgäu) statt. Als Organistator trat die Nazikameradschaft „Voice of Anger“ auf.  

Ankündigungsflyer
Das konspirativ organisierte Konzert ist durch Recherchen des Watchblogs „Allgäu rechtsaußen“ bekannt geworden: https://allgaeu-rechtsaussen.de/2017/10/08/angry-live-and-loud-neonazikonzert-in-seibranz/

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 22. September, wurde in Ludwigsburg in Bahnhofsnähe ein Mann angeriffen, niedergeschlagen und beraubt. Da es sich bei dem Opfer um einen bekannten Aktivisten der MLPD handelt, ist diese sich sicher, dass der Überfall einen politischen Hintergrund hat. Die Ludwigsburger Polizei hingegen will dafür keinen Anhaltspunkt sehen.