Am 29. Oktober fand in Ludwigsburg die Mitgliederversammlung der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“ (DLVH) statt. Anfang der 90er gründete sich die DLVH als eine Abspaltung der NPD. Heute existiert die einstige Kleinstpartei nur noch als Verein. Auf ihrer Mitgliederversammlung wurde erneut der NPD Aktivist Jürgen Schützinger in den Vorstand gewählt. Zudem wurde ein sogenannter“Ludwigsburger Aufruf“ verabschiedet. Demnach sieht sich die DLVH als eine überparteiliche Organisation, die „über sämtliche Partei- und Vereinsgrenzen hinweg, sachorientierte Lösungen“ entwickeln möchte um der „Überfremdungsgefahr“ Einhalt zu gebieten. Dazu will die DLVH, die“Alternative für Deutschland“ (AfD) sowie alle weiteren „politik-fähigen Patrioten an einen Tisch“

Unter dem Motto „Angry, live and loud“ trafen sich gestern, dem 07.10.2017, rund 250 Neonazis zum einem Rechtsrockkonzert mit den Bands „Kommando Skin“ (Ludwigsburg), „Faustrecht“ (Allgäu), „Kodex Frei“ (Allgäu) und „Stonehammer“ (Kanada). Das für Süddeutsdchland angekündigte Konzert fand in der Nähe von Bad Wurzach (Allgäu) statt. Als Organistator trat die Nazikameradschaft „Voice of Anger“ auf.  

Ankündigungsflyer
Das konspirativ organisierte Konzert ist durch Recherchen des Watchblogs „Allgäu rechtsaußen“ bekannt geworden: https://allgaeu-rechtsaussen.de/2017/10/08/angry-live-and-loud-neonazikonzert-in-seibranz/

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 22. September, wurde in Ludwigsburg in Bahnhofsnähe ein Mann angeriffen, niedergeschlagen und beraubt. Da es sich bei dem Opfer um einen bekannten Aktivisten der MLPD handelt, ist diese sich sicher, dass der Überfall einen politischen Hintergrund hat. Die Ludwigsburger Polizei hingegen will dafür keinen Anhaltspunkt sehen.

die rechte Betriebsgruppe „Zentrum Automobil e.V.“ lädt kommenden Sonntag zu einer Veranstaltung in das Ludwigsburger Krauthof Hotel. Thema der Veranstaltung lautet „Warum Automobilarbeiter und Autofahrer am 24. Sept. nicht die Auto-Killer Parteien von CDU über SPD und Grüne bis zur Linken wählen können!“.

Flyer der Veranstaltung
Als Referenten sollen Oliver Hilburger und Jürgen Elsässer auftreten. In einer ersten Flyerversion wurde zudem der AfD Kandidat Dr. Dirk Spaniel angekündigt. Zu den beiden Referenten: Oliver Hilburger Hilburger gehörte über Jahre hinweg der Stuttgarter Neonazi-Szene an. Er spielte Gitarre und später Bass in

Am 11. August besprühte eine 33-Jährige mehrere Fensterscheiben am Bietigheimer Bahnhof mit Hakenkreuzen und einem rechtsextremen Schriftzug. Die Täterin wurde stark alkoholisiert von der Polizei festgenommen. Pressemitteilung der Polizei  

Vergangenes Wochenende fand in Themar (Thüringen) eines der größten Nazikonzerte der vergangenen Jahre statt. Bis zu 6000 Konzertbesucher haben an dem sogenannten „Rock gegen Überfremdung“ teilgenommen. Neben den Nazibands „Stahlgewitter“, „Sleipnir“, „Lunikoff Verschwörung“, „Flak“, „Blutzeugen“ und „Uwocaust“ traten diverse Redner verschiedener Organisationien auf.

Screenshot: Ankündigungsfyler
Ein Video im Netz, zeigt Hunderte der Besucher bei „Sieg Heil“-Rufen und Hitlergrüße.

Wie die Gruppe „NSU-Watch Baden-Württemberg“ berichtet, sind in der kommenenden Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses in Stuttgart Neonazis mit Ludwigsburg Bezug geladen. Der erste Neonazi mit Ludwigsburg Bezug ist Markus Fr. – aus der ehemaligen Ludwigsburger Neonazi-Clique um Michael Ellinger

„Als zweiten Zeugen wird der Ausschuss den in Schlema geborenen Chemnitzer Neonazi Markus Fr. hören. Seine Telefonnummer stand auf der Kontaktliste von Uwe Mundlos, die bei der „Garagen-Durchsuchung“ in Jena am 26. Januar 1998 gefunden wurde. Über Markus Fr. kam laut mehrerer Zeugenaussagen in den 1990er Jahren der Kontakt zwischen der Chemnitzer und Jenaer Neonaziszene und Kameraden aus Ludwigsburg zu stande.

Am Wochenende um den 09./10. Juni wurde in Ludwigsburg eine Häuserwand mit einem Hakenkreuz, einem eisernen Kreuz,  der Parole „Withe Man rise again“ (Fehler im Orginal) und dem Wort „itaka“ besprüht. Mit Letzterem ist vermutlich das Schimpfwort „Itaker“ (abwertende Bezeichnung für Italiener) gemeint.

Hakenkreuzschmiererei in Ludwigsburg
         

Am 10. Mai löst ein Neonazi ein großen Polizeieinsatz aus, als er mit einem Gewehr auf seinem Balkon hantierte. AnwohnerInnen berichten davon, Schüsse gehört zu haben. Bei der darauf folgenden Hausdurchsuchung werden „mehrere Schusswaffen, darunter eine Pistole und Gewehre, mehrere Hiebwaffen wie Dolche und Säbel, verschiedene Munition und pyrotechnische Gegenstände, sogenannte Polenböller“ (1) , sichergestellt. Dabei ist es nicht das erste Mal, dass der Ludwigsburger Neonazi mit der Polizei zu tun hatte. Jörg S. ist bereits mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen rassistisch motivierter gefährlicher Körperverletzung auf Migranten. Schon in den 90igern trat er bei Aufmärschen der NPD und JN als

Am 13.05 fand in Bleiburg die Gedenkfeier für die Soldaten der faschistischen Ustaša-Bewegung, sowie Angehörige der Waffen-SS statt. Bis zu 30.000 Besucher reisen dafür jedes Jahr ins österreichische Bleiburg. Auch aus Baden-Württemberg fuhren mehrere Busse zu der Veranstaltung. Einer der Reisebussen machte am Ludwigsburger Bahnhof halt, um dort eine Reisgruppe von etwa 10 Personen einzusammeln.

Reisebus aus Karlsruhe auf dem Weg nach Bleiburg mit Zwischenstopp in Ludwigsburg