Für den 24. Februar ist für den „Raum Süddeutschland“ ein Rechtsrockkonzert angekündigt. Neben der Ludwigsburger Band „Kommando Skin“ sollen die Bands „Kodex Frei“ und „White Resistance“ auftreten.

Mit diesem Jahresrückblick versuchen wir einen kleinen Überblick über die extrem rechte Szene im Raum Ludwigsburg zu geben. Im ersten Teil des Berichts gehen wir dabei auf die lokalen Gruppen und Strukturen ein. Der zweite Teil beinhaltet eine Chronik extrem rechter Aktivitäten im Kreis Ludwigsburg, sowie Aktivitäten an denen Akteure aus dem Raum Ludwigsburg beteiligt waren. Die Chronik zeigt keine vollständige Auflistung der rechten Aktivitäten. Ergänzungen und weitere Informationen zu einzelnen Vorgängen sind erwünscht – kontaktiert uns in diesem Fall unter: mutgegenrechts_ludwigsburg@riseup.net

Reichsbürger

In den vergangenen Jahren haben sich im Ludwigsburger Krauthof-Hotel immer wieder Reichsbürger um den Verein „Primus Inter

Die neonazistische Kleinstpartei „Der III. Weg“ verteilte vergangene Woche Flugblätter und selbst gebackene Plätzchen auf dem Ludwigsburger Weihnachtsmarkt. Bereits in den vergangenen Jahren fanden ähnliche Aktionen auf dem Weihnachtsmarkt statt. Allerdings wurden die damaligen Aktionen von, der Jugendorganisation der NPD, den „Jungen Nationaldemokraten“ (JN) ausgeführt.

Screenshot der Homepage des 3. Wegs

Am 29. Oktober fand in Ludwigsburg die Mitgliederversammlung der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“ (DLVH) statt. Anfang der 90er gründete sich die DLVH als eine Abspaltung der NPD. Heute existiert die einstige Kleinstpartei nur noch als Verein. Auf ihrer Mitgliederversammlung wurde erneut der NPD Aktivist Jürgen Schützinger in den Vorstand gewählt. Zudem wurde ein sogenannter“Ludwigsburger Aufruf“ verabschiedet. Demnach sieht sich die DLVH als eine überparteiliche Organisation, die „über sämtliche Partei- und Vereinsgrenzen hinweg, sachorientierte Lösungen“ entwickeln möchte um der „Überfremdungsgefahr“ Einhalt zu gebieten. Dazu will die DLVH, die“Alternative für Deutschland“ (AfD) sowie alle weiteren „politik-fähigen Patrioten an einen Tisch“

Unter dem Motto „Angry, live and loud“ trafen sich gestern, dem 07.10.2017, rund 250 Neonazis zum einem Rechtsrockkonzert mit den Bands „Kommando Skin“ (Ludwigsburg), „Faustrecht“ (Allgäu), „Kodex Frei“ (Allgäu) und „Stonehammer“ (Kanada). Das für Süddeutsdchland angekündigte Konzert fand in der Nähe von Bad Wurzach (Allgäu) statt. Als Organistator trat die Nazikameradschaft „Voice of Anger“ auf.  

Ankündigungsflyer
Das konspirativ organisierte Konzert ist durch Recherchen des Watchblogs „Allgäu rechtsaußen“ bekannt geworden: https://allgaeu-rechtsaussen.de/2017/10/08/angry-live-and-loud-neonazikonzert-in-seibranz/

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, den 22. September, wurde in Ludwigsburg in Bahnhofsnähe ein Mann angeriffen, niedergeschlagen und beraubt. Da es sich bei dem Opfer um einen bekannten Aktivisten der MLPD handelt, ist diese sich sicher, dass der Überfall einen politischen Hintergrund hat. Die Ludwigsburger Polizei hingegen will dafür keinen Anhaltspunkt sehen.

die rechte Betriebsgruppe „Zentrum Automobil e.V.“ lädt kommenden Sonntag zu einer Veranstaltung in das Ludwigsburger Krauthof Hotel. Thema der Veranstaltung lautet „Warum Automobilarbeiter und Autofahrer am 24. Sept. nicht die Auto-Killer Parteien von CDU über SPD und Grüne bis zur Linken wählen können!“.

Flyer der Veranstaltung
Als Referenten sollen Oliver Hilburger und Jürgen Elsässer auftreten. In einer ersten Flyerversion wurde zudem der AfD Kandidat Dr. Dirk Spaniel angekündigt. Zu den beiden Referenten: Oliver Hilburger Hilburger gehörte über Jahre hinweg der Stuttgarter Neonazi-Szene an. Er spielte Gitarre und später Bass in

Am 11. August besprühte eine 33-Jährige mehrere Fensterscheiben am Bietigheimer Bahnhof mit Hakenkreuzen und einem rechtsextremen Schriftzug. Die Täterin wurde stark alkoholisiert von der Polizei festgenommen. Pressemitteilung der Polizei  

Vergangenes Wochenende fand in Themar (Thüringen) eines der größten Nazikonzerte der vergangenen Jahre statt. Bis zu 6000 Konzertbesucher haben an dem sogenannten „Rock gegen Überfremdung“ teilgenommen. Neben den Nazibands „Stahlgewitter“, „Sleipnir“, „Lunikoff Verschwörung“, „Flak“, „Blutzeugen“ und „Uwocaust“ traten diverse Redner verschiedener Organisationien auf.

Screenshot: Ankündigungsfyler
Ein Video im Netz, zeigt Hunderte der Besucher bei „Sieg Heil“-Rufen und Hitlergrüße.

Wie die Gruppe „NSU-Watch Baden-Württemberg“ berichtet, sind in der kommenenden Sitzung des NSU-Untersuchungsausschusses in Stuttgart Neonazis mit Ludwigsburg Bezug geladen. Der erste Neonazi mit Ludwigsburg Bezug ist Markus Fr. – aus der ehemaligen Ludwigsburger Neonazi-Clique um Michael Ellinger

„Als zweiten Zeugen wird der Ausschuss den in Schlema geborenen Chemnitzer Neonazi Markus Fr. hören. Seine Telefonnummer stand auf der Kontaktliste von Uwe Mundlos, die bei der „Garagen-Durchsuchung“ in Jena am 26. Januar 1998 gefunden wurde. Über Markus Fr. kam laut mehrerer Zeugenaussagen in den 1990er Jahren der Kontakt zwischen der Chemnitzer und Jenaer Neonaziszene und Kameraden aus Ludwigsburg zu stande.